🚨 7fache Blaulicht-Kolonne beim MOT-Marsch Übungsabend
Am vergangenen Übungsabend stand für unsere Einsatzkräfte ein besonders praxisnahes und abwechslungsreiches Thema auf dem Plan: der sogenannte MOT-Marsch – das koordinierte Fahren im Verband mit mehreren Einsatzfahrzeugen. Ziel dieser Übung war es, das sichere und strukturierte Verlegen von Einsatzkräften im geschlossenen Verband unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
📚 Sonder- und Wegerechte Unterweisung zum Einstieg
Zu Beginn des Abends fand eine theoretische Unterweisung durch unseren Bereitschaftsleiter, Justus Braun, statt. Im Fokus standen dabei die rechtlichen Grundlagen rund um Sonder- und Wegerechte im Straßenverkehr sowie das Verhalten von Einsatzfahrzeugen im Verband. Diese Inhalte sind besonders wichtig, um auch unter Zeitdruck und in komplexen Verkehrssituationen sicher und regelkonform agieren zu können.
🚨 Was ist ein MOT-Marsch?
Ein MOT-Marsch (motorisierter Marsch) bezeichnet das koordinierte Fahren mehrerer Einsatzfahrzeuge im geschlossenen Verband. Dabei bewegen sich mehrere Fahrzeuge in festgelegter Reihenfolge als Kolonne von einem Ort zum anderen – beispielsweise zu einem Einsatz oder in ein Bereitstellungsgebiet.
Ziel eines MOT-Marsches ist es, größere Einheiten im Katastrophenschutz schnell, sicher und strukturiert zu verlegen. Damit dies reibungslos funktioniert, sind klare Absprachen, feste Abstände, Funkkommunikation und einheitliches Verhalten im Straßenverkehr entscheidend.
Gerade bei längeren Strecken über Autobahnen, Landstraßen oder durch Städte hinweg stellt das Fahren im Verband besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Deshalb wurde dem MOT-Marsch extra ein ganzer Übungsabend gewidmet – nur so kann im Ernstfall sichergestellt werden, dass alle Einsatzfahrzeuge gemeinsam und koordiniert am Einsatzort ankommen.
🚑 Praktischer Teil – Quer durch den Kreis
Im Anschluss folgte der praktische Teil der Übung: Mit insgesamt sieben Fahrzeugen verschiedener Klassen setzte sich unser Verband in Bewegung. Über rund zwei Stunden hinweg fuhren wir im geschlossenen MOT-Marsch durch den Kreis Offenbach. Die Strecke führte durch Obertshausen, Hausen, Lämmerspiel, Rodgau, Dietzenbach und natürlich Heusenstamm. Dabei fuhren wir über Landstraßen, durch Tunnel sowie über Autobahnabschnitte – ein bewusst gewählter Mix, um möglichst viele realistische Einsatzsituationen abzubilden.
Ein technischer Halt erfolgte an der Autobahnraststätte Weiskirchen in Fahrtrichtung Würzburg auf der A3. Dort wurde der Verband gesammelt, kurze Abstimmungen durchgeführt und der Zustand der Fahrzeuge sowie der Besatzungen überprüft. Solche Zwischenhalte sind ein wichtiger Bestandteil bei längeren Verlegungen im Katastrophenschutz.
Auffahrt Raststätte Weiskirchen Fahrtrichtung Würzburg
Velizystraße Dietzenbach, Fahrtrichtung Rathauscenter
Kurz vor Ende, Ringstraße Fahrtrichtung Rainbow Center
🎥 Großes Aufgebot an Öffentlichkeitsarbeit
Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung durch unser Social-Media- und Öffentlichkeitsarbeitsteam. Mit drei zusätzlichen Einsatzkräften wurden entlang der Strecke Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Dabei kamen neben klassischen Kameras auch eine Cinematic Camera sowie eine Drohne zum Einsatz, um den Übungsabend aus verschiedenen Perspektiven zu dokumentieren.
🚒 Eingesetzte Fahrzeuge:
PKW 05/16-1
LKW 90/64-1
NEF 90/82-1
MTW 90/19-1
RTW 90/85-1
GW 5/59-1
PKW 5/18-1
🙏 Danke an alle
Der Übungsabend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eingespielte Abläufe, klare Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen im Team sind. Gerade im Katastrophenschutz müssen größere Fahrzeugverbände schnell, sicher und koordiniert verlegt werden können – eine Fähigkeit, die durch regelmäßige Übungen wie diese weiter gestärkt wird.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Einsatzkräften für die rege Teilnahme, Justus Braun für die Organisation des gesamten Abends sowie dem Team der Öffentlichkeitsarbeit für die Dokumentation dieses gelungenen Übungsabends.